Die Notwendigkeit allen Übels

 

Nee. … So sehr ich es auch drehe und wende, für mein eigenes Leben komme ich nicht drum herum zu sagen, dass alles, was darin vorgekommen ist, notwendig war, um mich zu dem Menschen zu machen, der ich bin. Einschließlich der schlechten Zähne, die mich schon in jungen Jahren Demut vor der Hinfälligkeit des Körpers gelehrt haben. (Ich war ein langsamer Schüler und brauchte noch viele weitere Lektionen in dieser Richtung, die vermutlich ebenfalls nicht die letzten waren.)

   Aber ein anderer Mensch möchte ich nicht sein. Nicht für Geld und gute Worte, intakte Gliedmaßen oder schönere Kindheitserinnerungen. Das klingt  merkwürdig und hat lange gedauert. Aber seit ich dieses Gesamtpaket „Judith-mit-allen-Übeln“ mag, habe ich das Gefühl, von mindestens einem Menschen auf der Welt bedingungslos gemocht zu werden. Für eine liebesbedürftige Person wie mich ist das sehr viel wert.

   Das Beste daran ist: Ich muss mich nicht mehr dafür anstrengen. Es gibt nichts zu bedauern, nichts zu verteidigen und keinen Standard zu halten. Für den Stolz vielleicht noch, ja. Für die Liebe nicht.

   Wie hätte ich so weit kommen sollen, wenn es keine physischen und psychischen Unfälle mit Verletzungen und Narben gegeben hätte? (Also, das mit den Zähnen war kein Unfall, das kam ausschließlich von der Schokolade.)

 

Und selbst? Bei einer spontanen Erhebung, wie viele Dinge in Deinem bisherigen Leben würdest Du abwählen?  Und welcher Mensch wärst du dann?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist immer das Gefühl von Schuld, das wie ein Hemmschuh am Fortschritt spiritueller Entwicklung klebt.

 

Das Gefühl, schuldig zu sein, weil man sich zuerst um sein eigenes Wachstum kümmert,

weil man die Ziele und Normen der Mehrheit für sich selbst zurückstellt

und weil man es nicht wert sein könnte, der Gnade dieser Entwicklung teilhaftig zu werden, deren Potential uns doch 

allen, allen in die Wiege gelegt wird, genauso wie das Leben und der Tod.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The greatest way to slow down your development is to always try to be ahead. That’s why there is talk of humility…

Humility is not about feeling rotten. That’s not humility, that’s humiliation. Right?

Humility is a very simple, beautiful thing. It is the willingness to be exactly, exactly, exactly where you are.

 

(Adyashanti)

 

 

 

 

 

                                                              

                                    

 

 

 

 

                                

                                            

 

 

 

 

 

 

 

Ängste --- und die geniale Methode mit dem schlimmen Namen

 

„Eye Movement Desensitization and Reprocessing“  --- Im Ernst?

Da braucht man nicht mal eine Übersetzung --- die macht es nämlich auch nicht besser.
Wenigstens gibt es eine Abkürzung, damit man eine der genialsten Entdeckungen unserer Zeit überhaupt in den Mund nehmen kann: „EMDR“.
Das rollt aber auch nicht gerade von der Zunge und sagt mir noch weniger. 
War es denn partout nicht möglich, einen Namen zu finden, den man aussprechen und gleichzeitig wenigstens ansatzweise verstehen kann?
„Trauma-Adé“, „Quickhelp“oder „Rescue’nGo“?

 

Vielleicht ging ja einfach alles zu schnell. Vielleicht wurde Francine Shapiro  1989 mit der Veröffentlichung ihrer unerhörten Methode zur Heilung von Ängsten und Traumata sofort so erfolgreich, dass sie sich keine Gedanken mehr um einen werbewirksamen Namen zu machen brauchte? 
Immerhin wurde EMDR nur 10 Jahre später bereits in 150 Ländern eingesetzt und gehört aufgrund einer Vielzahl empirischen Studien mit überzeugenden Ergebnissen zur Grundausstattung der Behandlung schwerer Traumata wie sie bei Unfällen, Kriegserfahrungen oder Verbrechen entstehen können. 

 

Was genau ist daran so toll und wen interessiert das?

Das Erstaunliche an EMDR ist, dass es funktioniert und zwar normalerweise sehr rasch.  
Natürlich ist auch diese Methode der Psychotherapie kein Wundermittel, aber die Praxis zeigt, dass Erfolge sich meist schon nach wenigen Sitzungen mit EMDR einstellen und die Symptomatik sich durch eine vollständige Behandlung sehr oft vollständig auflöst.

Ich selbst habe mehrfach erlebt, dass Symptome nach einer einzigen Sitzung verschwunden sind. Das soll kein Heilversprechen sein: Die Psyche des Menschen ist (Gottseidank) unberechenbar. Aber ich glaube, positive Erfahrungen dürfen uns Mut machen.
Außerdem arbeite ich nicht mit schweren Traumata wie z.B. Katastrophenerfahrungen, sondern mit alltäglicheren“ Varianten von psychischer Belastung. Allerdings können auch diese unsere Lebensqualität massiv einschränken und streckenweise gar den Lebensmut nehmen. 

Seit seiner Entstehung wurde EMDR weiterentwickelt und wird heute zur Behandlung aller Arten von Ängsten und Phobien angewandt, bei Depressivität, Zwangsverhalten, Suchterkrankungen, anhaltenden Schlafstörungen, Burnout, Folgen von schweren Trennungs- und Verlusterlebnissen sowie zur Lösung gestörter Beziehungsmuster.

Auch wenn jemand z.B. einfach keine Lust mehr hat, als erwachsener Mensch bei jedem Rottweiler, der ihm entgegenkommt, die Straßenseite zu wechseln, weil er unter einer Hundephobie leidet, ist EMDR das Mittel der Wahl. 

 

Wie?

Der Klient stellt sich z.B. vor, ein Rottweiler käme ihm entgegen. Gleichzeitig verfolgt er mit den Augen die hin- und herwandernde Hand des Therapeuten, wodurch abwechselnd beide Gehirnhälften stimuliert werden und ein innerer Prozess in Gang kommt.
Nach einer Weile des „Augenwinkens“ beginnt es im Inneren des Klienten zu arbeiten und er teilt mit, was in seinem Geist gerade vor sich geht.
Oft stellen sich bildliche Assoziationen ein, eine Fortführung der Situation, manchmal kommen Emotionen auf, manchmal Widerstand, manchmal auch nichts, was man beschreiben könnte.
Der Therapeut begleitet und sichert den Prozess, damit der Klient von dem, was sich ihm zeigt, nicht überfordert oder überwältigt wird. Vor und nach jeder Sitzung wird die subjektiv empfundene emotionale Belastung des Klienten abgefragt, um die Entwicklung nachvollziehen zu können.

 

Wie genau dieser Verarbeitungsprozess eigentlich funktioniert, wissen wir nicht. Nur dass er vom Klienten selbst ausgeht, und dass er letztendlich nichts damit zu tun hat, dass wir die Ursachen unseres Problems genau kennen, verstehen und analysieren können.
Vielmehr scheint sich das Unterbewusstsein des Betroffenen selbst einen Weg zu suchen, wie es die Belastung angemessen und rückstandslos "verdauen" kann.
Immerhin erscheint es logisch, dass jeder Mensch von Natur aus mit Selbstheilungskräften der Psyche ausgestattet ist, um mit Schmerz, Verlust, Trauer und Schrecken, wie sie in jedem Leben vorkommen können, fertig zu werden.
Und dass diese Funktion manchmal ausfällt, wenn sie überlastet wird:
Wenn wir z.B. Schlimmes erlebt haben, als wir noch zu jung waren, um es zu verarbeiten. Oder wenn der Leidensdruck zu groß war oder sich über lange Zeit hingezogen hat, sodass es keine Regenerationspause gab, in der ein Verarbeitungsprozess hätte stattfinden können.
Mithilfe von EMDR scheint dieser Prozess wieder in Gang gebracht zu werden, und zwar in beschleunigter Form. Die zahlreichen Theorien darüber, was genau bei EMDR im Gehirn geschieht, sind bis heute eben immer noch nicht mehr als das: Theorien.

 

Was wir aber sehen, ist, dass der Klient nach einigen Sitzungen keine Schweißausbrüche mehr bekommt, wenn er an einen Rottweiler denkt.
Vielleicht nicht mal mehr bei einem Pekinesen.
Und nach abgeschlossener Behandlung verspürt er auch bei der wirklichen Begegnung mit einem Hund, welcher Größe und Rasse auch immer, keine Angst mehr.

 

WARUM DANN, so fragt man sich, ist dieses wirksame und gleichzeitig simple Verfahren nicht längst in aller Munde?

 

Ich weiß es: Dieser Name....!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tarotkarte XII: Der Gehängte

Und wenn der Gehängte spräche

 

„Ich bin in dieser Position, weil ich es will. Ich war derjenige der die Äste abgeschnitten hat. Ich habe meine Hände befreit von dem Verlangen zu ergreifen, zu besitzen, zu klammern. Ohne die Welt aufzugeben habe ich mich von ihr zurückgezogen.

Mit mir kannst du den Willen finden, den Zustand zu erreichen, in dem kein Wille mehr existiert, wo Worte, Gefühle, Beziehungen, Verlangen, Bedürfnisse dich nicht länger binden. Um mich lösen, habe ich alle Bindungen zerschnitten außer der einen, die mich zum Bewusstsein führt.

Ich habe das Gefühl, für immer mit selbst entgegenzufallen. Ich suche mich selbst in dem Labyrinth von Worten. Ich bin derjenige, der denkt und der Gedanke ist. Ich bin nicht meine Gefühle; ich beobachte sie von einer unberührbaren Sphäre aus, wo nur Frieden regiert.

In einer unendlichen Distanz vom Fluss der Begierden kenne ich nur Gleichgültigkeit. Ich bin nicht mein Körper, sondern der, der ihn bewohnt. Um mich selbst zu erreichen, bin ich ein Jäger, der seine Beute opfert. Ich finde brennende Handlung in unendlicher Nicht-Handlung.

 Ich durchquere Schmerz um die Kraft des Opfers zu entdecken. Nach und nach löse ich alles in mir auf, das „Ich“ genannt werden könnte. Ich betrete mich selbst unablässig wie einen verwunschenen Wald. Ich besitze nichts, halte nichts, weiß nichts, wünsche nichts, kann nichts tun. (...)"

 

Übersetzt aus: Alejandro Jodorowsky and Marianne Costa, „The Spiritual Teacher in the Cards“, Destiny Books, 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Demut

Der beste Weg, deine Entwicklung zu verlangsamen, ist es zu versuchen, schneller voranzukommen. 
Darum spricht man von Demut.
Bei Demut handelt es sich nicht darum, dass man sich schlecht fühlen soll.
Das ist nicht Demut, sondern Demütigung, richtig?
Demut ist eine sehr simple, schöne Sache. Es ist die Bereitschaft, genau, genau, genau da zu sein, wo du gerade bist.

(Adyashanti, übersetzt aus dem Englischen)

 

 

 

 

Auszug aus:

Eckhart Tolle, Die Kraft des Jetzt

Du wirst nicht mehr die illusorische Vorstellung haben, dass irgendetwas oder irgendjemand in der Zukunft dich retten oder glücklich machen wird.

Soweit es deine Lebenssituation betrifft, mag es Dinge geben, die man erreichen oder erhalten kann. Dies ist die Welt von Formen, Gewinn und Verlust. Aber auf einer tieferen Ebene bist du bereits vollständig, und wenn du dies begreifst, ist da eine spielerische, freudige Kraft hinter dem, was du tust.

Wenn du frei bist von psychologischer Zeit, (geistige Beschäftigung mit Vergangenheit oder Zukunft ohne konkreten praktischen Nutzen – Anm. d. Übersetzers) verfolgst du deine Ziele nicht länger mit grimmiger Entschlossenheit, getrieben von Angst, Wut, Unzufriedenheit oder der Notwendigkeit, irgendjemand zu werden.

Noch wirst du tatenlos bleiben durch die Furcht vor Versagen, welche für das Ego der Verlust seiner selbst bedeutet.

Wenn dein tieferer Sinn von Selbst vom Sein herstammt, wenn du frei bist vom „Werden“ als psychologische Notwendigkeit, hängt weder dein Glück noch dein Sinn von Selbst davon ab, wie etwas ausgeht, und du bist frei von Furcht. Du suchst keine Beständigkeit wo sie nicht gefunden werden kann: in der Welt von Form, Gewinn und Verlust, Geburt und Tod.

Du forderst nicht, dass Situationen, Bedingungen, Orte oder Menschen dich glücklich machen und leidest dann darunter, wenn sie deine Erwartungen nicht erfüllen.

Alles wird geehrt, aber nichts spielt eine Rolle. Formen werden geboren und sterben, aber du bist weißt um das Unvergängliche unterhalb von Formen. Du weißt, dass „nichts Wirkliches bedroht werden kann.“ (A Course in Miracles, Einleitung)

Wenn dies der Zustand deines Seins ist, wie könntest du nicht erfolgreich sein?

Du bist bereits erfolgreich.

(Eckhart Tolle, „The Power of Now“, Chapter Three: Moving Deeply into the Now)

 

 

Rede von Charlie Chaplin (16.04.1959)

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin 
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, 
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann, 
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, 
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten. 
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

 

 

 

Fehler sind die Tore der Entdeckung.

("Mistakes are the portals of discovery." James Joyce)

Oriah Mountain Dreamer ---- Die Einladung

 

Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest.
Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst, davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen.
Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst, verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume, in das Abenteuer, lebendig zu sein.
Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen.
Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt hast, ob Du durch Verrat, den Du im Leben erfahren hast, aufgebrochen und offen geworden bist oder geschrumpft, und Dich verschlossen hast vor Angst vor weiterem Schmerz.
Ich möchte wissen, ob Du dasitzen kannst mit Schmerz - meinem und Deinem eigenen - ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht,
ohne Schmerz zu verbergen, ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten.
Ich möchte wissen, ob Du mit Freude dasein kannst - mit meiner oder Deiner eigenen - ,
ob Du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst, dass Ekstase Dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein,
ohne jene Vorsicht, in der Du Dich in acht nimmst, realistisch bist und Dich an die Begreznung des Menschendaseins erinnerst. 
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst, wahr ist. 
Ich möchte wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um zu Dir selbst ehrlich zu sein,
ob Du es erträgst, dass Dir deshalb jemand Vorwürfe macht und Du trotzdem Deine eigene Seele nicht verrätst.
Ich möchte wissen, ob Du treu sein kannst und zuverlässig.
Ich möchte wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist,
und ob Du in Deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.
Ich möchte wissen, ob Du mit Misserfolg leben kannst - mit Deinem und meinem - und immer noch am Ufer eines Sees stehen und "Ja" zum Vollmond rufen kannst.
Es interessiert mich nicht, wieviel Geld Du hast.
Ich möchte wissen, ob Du nach einer kummervollen Nacht voller Verzweiflung aufstehen kannst, ausgelaugt und mit Schmerzen, und trotzdem tust, was getan werden muss für Deine Kinder und andere Menschen.
Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung Du hast oder wo und bei wem Du studiert hast.
Ich möchte wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen und nicht zurückschrecken wirst.
Ich möchte wissen, was Dich von innen aufrecht erhält wenn alles andere wegfällt.
Ich möchte wissen, ob Du mit Dir selbst alleine sein kannst und ob Du wirklich die Leute magst, mit denen Du Dich in Zeiten der Leere umgibst.